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„Top Institut für berufliche Bildung“: WBS Training

Nach einer aktuellen Umfrage des Focus Magazins ist die WBS Training AG führender Anbieter im Bereich „Lernen fürs Leben“. Als Dozentin für Professionelles Deutsch bei der WBS freut mich dieses Ergebnis natürlich sehr!

Aus meiner eigenen Perspektive der Dozenten kann ich besonders das hohe Engagement der Mitarbeiter*innen hervorheben und die jedes Mal sehr angenehme und fördernde Atmosphäre bei den Trainings und den Fortbildungen. Gerade im Bereich der e-Trainings ist eine gute, gezielte Kommunikation umso wichtiger, da man sich untereinander (bisher noch ) nicht sehen, sondern nur hören kann.

Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und über die sehr gute Rückmeldung der Teilnehmer*innen!

Herzlichen Glückwunsch an das ganze WBS-Team!

#weareallrefugees

Veröffentlicht am 23. Juli 2015 Schreibe einen Kommentar

Ich gebe es zu: viele Sachen verstehe ich nicht. Ich meine nicht intellektuell oder auch aus ethischer Sicht. Oder aus humanistischer. Oder aus der reinen Logik heraus. Ich meine das emotional oder wenigstens mit einem deutlichen Kopfschütteln vor Überraschung und, ja, Scham.

Pegida zum Beispiel. Da verstehe ich nicht, wie sie sich verbreiten können mit ihren eigentlich doch offensichtlichen Absichten und Parolen. Leuchtet mir auch nicht ein, wie man diese Absichten oder wenigstens doch eindeutig feindlichen Aussagen nicht erkennen kann. Na klar, denke ich. Es ist einfacher. Einfacher jemandem zu folgen, der die eigenen Sorgen „versteht“ und „endlich mal was sagt“. Muss man ja auch mal sagen dürfen, so was. Dass die Absichten dahinter ganz andere sind, ach, damit muss man sich ja nicht immer beschäftigen. Das ist ja auch ganz oft übertrieben, wie das so dargestellt wird. Klar.

Muss man aus meiner Sicht übrigens nicht sagen dürfen, dass ein Flüchtling ja unberechtigterweise mehr Geld bekommt als ein Hartz-4-Empfänger. Da muss man höchstens mal den Kopf einschalten und hinterfragen, wie jemand so etwas sagen kann, ohne dass er sofort sozial isoliert wird.

Und dann erschrecke ich noch mehr, wenn ich feststelle: Die merkwürdigen Meinungen sind direkt neben mir. Ich kenne jemanden, der sich blenden lässt von Milchmädchenrechnungen (das arme Milchmädchen!), weil es den eigenen Sorgen entgegenkommt. Der sich lieber beschwert, als zu erkennen, dass es immer, IMMER, einen eigenen Handlungsspielraum gibt.

Ich habe das Thema Flüchtlinge medial verfolgt. Viele Meldungen haben mich wütend gemacht, traurig, nachdenklich. Ich kenne viele Geschichten aus meiner eigenen Familie und aus meiner neuen Familie. Von Vertreibung, Verlust, Flucht, von den Ängsten, die Familie und sich selbst zu verlieren. Ich kenne die eigene Angst vor dem Fremden und vor Verlust. Angst geht nicht, sie überträgt sich.

Ich kenne aber auch die Gutmütigkeit, anderen zu helfen und ihnen abzugeben. Ich kenne das Unbedingte. Das Menschliche. Wenn ich an eines glaube, dann daran: Wir sind alle anders und deshalb gleich.

 

We are the same

I eat. I breathe.

I wait. I think.

I cry. I dream.

I see.

 

My father was a refugee. I am his daughter.

My love was a refugee. I am his love.

I am here. There might be a reason.

 

I have not seen the pain. The fear. But I learned to listen, and so I have felt it. I feel it.

The fight does not end. Life is different.

 

My heart beats.

I eat. I breathe.

I think. I wait.

I cry. I dream.

I see.

 

Sometimes I don’t want to see.

I don’t want to hear what others say.

About jealousy of people being supported when

They have their lives on the edge. When they have left their hope with their houses, families,

lives. Not because they wanted but it was the only way to not see their own children die.

 

What would you do?

I said, what would you do?

 

Hundreds of thousands of your happy children’s feet have jumped over the gym’s ground, where

they are lying now, sleeping, exhausted, lost.

 

I see. I hear.

I dream. I cry.

I fear.

I feel.

 

I am you. You are a part of me.

I cannot save you from your nights.

I might not save you at all.

I can only have your words.

I heard them many times. I heard your pain. Your fear. Your sadness.

 

I see you. I hear you.

I feel you.

 

There is love. Enough to share.

We have love and compassion and humanity.

And we know we have enough.

We will share.

#weareallrefugees

Neu im Programm: Focusing

Ich traue mich jetzt endlich: Ich habe Focusing-Beratung in mein Repertoire mit aufgenommen. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich: es tut so gut! Es tut so gut, wenn jemand zuhört und da ist, wenn jemand mir einen Raum gibt, in dem ich mit mir und meinem eigenen Prozess sein kann. Wenn jemand mir von außen kleine Impulse gibt, meine eigenen Worte wiederholt und dann freundlich ist zu allem, was da kommt. Das tut richtig gut!

Dieses gute Gefühl und die tiefen Einsichten, die Focusing ermöglicht, möchte ich nun teilen. Nach 1,5 Jahren Ausbildung kmmbiniert mit viel Selbsterfahrung und großer Neugier auf die Kraft, die in jeder/jedem von uns wohnt, lade ich Sie ein, sich begleiten zu lassen!

Etwas mehr Einblick in das Thema Focusing finden Sie hier.  Oder sprechen Sie mich direkt an. Noch fehlen mir nämlich die richtigen Worte. Ja, das kommt auch mal vor. Das ist Teil des Prozesses. 🙂

Gesundheit im Dialog

Seit über einem Jahr schreibe ich für das Patientenmagazin des Johannes Hospital Dortmund „Gesundheit im Dialog“ die kleine, feine Rubrik „Kurz und schön“. Dafür suche ich mir jedes Mal schöne Themen aus, die mich persönlich interessieren, die zu dem Thema des Heftes passen und bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie ein gutes Gefühl erzeugen können. Für die letzte Ausgabe war das Thema „Gift und Galle“. Klingt erst einmal nicht so ansprechend.

Was ich textlich dazu „Kurz und schön“ gemacht habe, das können Sie hier nachlesen.

Auch der Rest des Magazins lohnt sich übrigens als guter Zeitvertreib beim Warten oder einfach so. Das gibt es auch für zuhause, über das kostenlose Abo.

 

Guttun-Adventskalender

#NotJustSad

Gerade in den letzten Tagen sind zahlreiche Beiträge über Tweets erschienen, die von depressiv Erkrankten unter dem Hashtag #NotJustSad veröffentlicht wurden. Ob die Aufklärung damit vorantgetrieben wird, kann ich gerade nicht beurteilen. Was es aber bewirkt, ist eine breitere mediale Präsenz des Themas. Dass dadurch Stigmatisierung und unzureichende Behandlungszeiten/-arten sich verändern, glaube ich nicht. Dennoch sind es notwendige Schritte, um für einen bewussteren, aufgeklärten Umgang mit psychischen Störungen zu sorgen.

Freunde fürs Leben e.V.

Um Freunde fürs Leben e.V. zu unterstützen, habe ich mir vorgenommen, einen Adventskalender zu machen, für mich selbst. Ich werde jeden Tag vom 1. bis 24.12.2014 etwas tun, was mir guttut. Das kann ein einfacher Spaziergang sein, dass kann in leckeres Essen sein oder die Zeit, die ich mit Freunden verbringe. Warum ich den Fokus auf mich selbst lege? Nun, erstens verbringe ich ja auch Zeit mit anderen Menschen. Das tut allen gut. Und zweitens: Selbstbesinnung ist nicht egoistisch, sie ist notwendig, um (wieder) Kraft für andere zu haben. Ich möchte mich selber überraschen lassen, was sich daraus ergibt, wer sich noch anschließen möchte, wer seine/ihre Zeit oder Ideen mit mir teilen möchte.

Es ist die Disziplin, jeden Tag an sich zu denken, egal, ob es einem gut oder schlecht geht, die ich mit diesem Projekt verbinde oder besser gesagt: in mir selbst initiieren möchte. Damit ich dann wieder mehr Kraft habe, mich für andere einzusetzen. Vor allem für diejenigen, deren Tage gekennzeichnet sind von Leere.

Blog-Kalender

Die tagesbegleitenden Einträge finden sich ab 01.12. dann auf meinem Blog „frau *hauptwort sagt„. Wenn jemand von meinen LeserInnen und Lesern einen Beitrag an Freunde fürs Leben e.V. spendet, dann möge er/sie mir bitte Bescheid geben. Ich spende zusätzliche 5% auf den Betrag.

*hauptwort unterstützt Freunde fürs Leben e.V.

Ich bin wählerisch bei der Auswahl unterstützenswerter Projekte. Seit einiger Zeit verfolge ich die Arbeit von Freunde fürs Leben e.V. und habe mich entschieden, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Freunde fürs Leben e.V setzen sich dafür ein, das Thema Suizid aktiv anzugehen, betroffene Bekannte und Hilfesuchende zu unterstützen, sie zu vernetzen, und Selbstmord zu vermeiden.

10.000 Leben

Das ist die Zahl an Menschen, die sich in Deutschland jedes Jahr das Leben nehmen. 10.000! Das ist eine ganze Kleinstadt, die jährlich verschwindet. Die Gründe sind unterschiedlich; doch in den meisten Fällen führt eine fehlende psychologische Betreuung zu dem krassen Schritt des Suizids. Auch die zurückbleibenden Anghörigen benötigen Betreuung und Unterstützung, um nicht den gleichen Weg zu gehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wenig auch Krankenkassen bereit sind, sich auf das Thema Depression oder psychologische Prävention einzulassen, aus Angst, einen unaufhaltsamen Stein ins Rollen zu bringen. Psychische Krankheiten und Krankheitsbilder können mittlerweile immer genauer diagnostiziert werden; doch wenn sie nicht in die Kategorie „Trend“ fallen (siehe Burn-Out), dann sind die Fördermöglichkeiten in der Regel begrenzt. Eine längst überfällige Angleichung der Krankenkassenbeurteilungen ist noch immer nicht geschehen.

Doch ich will mich nicht empören über die Zustände, sondern lieber unterstützen und helfen, wo ich kann. Als angehende Focusing-Beraterin (ein Bereich der körperzentrierten Gesprächstherapie) möchte ich nicht nur meine fachlichen Fähigkeiten anbieten, sondern die aus meiner Sicht sehr notwendige Arbeit von Freunde fürs Leben e.V.auch finanziell unterstützen. Ich weiß, sie sitzen in Berlin und nicht in Dortmund, doch ihre Arbeit kann überall stattfinden.

Betterplace.org – die Plattform für soziale Unterstützung

Ich habe über betterplace.org eine Spendenseite eingerichtet, die ich in den nächsten Tagen mit Inhalten befüllen werde. Alle Spenden aus meiner dann startenden eigenen Aktion werden hier zu 100% an den Verein gehen. Neben der Spendensammlung möchte ich aber auch dazu beitragen, das Thema Depression/psychische Krankheiten öffentlicher zu machen und vor allem auf die einfachen Wege hinzuweisen, mit denen Menschen geholfen werden kann. Offenheit ist ein erster Schritt.

Bis ich meine Aktion fertiggestellt habe, ist die gute Arbeit des Vereins unter folgender Adresse zu finden: www.frnd.de oder direkt auf die Spendenseite von www.betterplace.org/frnd.

Soviel steht schon fest: Alle Spenden, die *hauptwort im Dezember einsammeln kann, werden durch 5% Anteil von mir ergänzt.

Ich danke schon jetzt für das Lesen dieses Beitrags und für die Unterstützung!

*amelie hauptstock

 

Zeit

Meine Zeit

Deine Zeit

 

Wie viel Zeit von mir

wurde eigentlich

zu Zeit von dir?

 

Das habe ich mich gerade gefragt.

 

Ich kann das sehr gut,

Zeit geben.

Zeit nehmen lassen.

Klar, ist ja auch so

einfach, so leicht,

die Zeit nicht

zu meiner zu machen.

In ihr zu sein, mit mir.

Wo ich doch nicht

gut mit mir sein kann.

Also alleine. Mit mir

und dir ist das schon

okay irgendwie, da ist

das so ganz irgendwie,

da ist das so…

 

Leer. Leer ist das, wenn

ich mit der Zeit alleine bin.

Was sagt man denn dann?

Was WILL ich denn dann

sagen? Und? Wie gehts?

Kann man das die Zeit

fragen? Wie gehts?

 

Und? Wie gehts dir so?

Wie ergeht es dir gerade?

 

Nun, gerade jetzt, da bin

ich erst einmal ganz bei

dir, sagt die Zeit,

und nur für dich.

 

Ich umgebe dich, ganz,

nur du und ich. Nur du.

Und? fragt die Zeit. Wie geht

es dir damit?

 

Ich schließe meine Augen

und atme lange aus. Meine Knie,

sage ich.

Ja, sagt die Zeit.

Und mein Bauch! Auch der, nickt

die Zeit. Es wird hell.

Darf ich die Augen öffnen?

Wenn du magst, sagt die Zeit.

 

Und dann sehe ich

mich. Mich.

Nur mich.

Haben wir ein Zeitproblem?

Sich Zeit für etwas zu nehmen hat immer einen Wert ohne Vergleich. Für mich geht es darum, den Moment zu behalten als etwas Gutes, Wertvolles. Frei von dem Zwang, einen ökologischen Sinn zu haben.

Was mich gelegentlich bis täglich verwundert, ist, wie wenig Zeit ich Dingen widme, denen ich früher gefühlt endlos Zeit gewidmet habe. Bauernhöfe aus Knete kneten zum Beispiel. Oder eine Hand so lange zeichnen, bis sie aussieht wie meine Hand. Oder vor dem Radio warten, bis die Charts gespielt werden und dann an der richtigen Stelle den Aufnahmeknopf drücken. Das habe ich früher gemacht. Was ist damit passiert, mit diesem Zeitleben?

Bevor ich mir Zeit für neue Gedanken zu diesem Thema nehme: Hier habe ich schon einmal etwas dazu geschrieben. Es ist noch relativ onlinefrisch. Doch ich denke, ich könnte da noch etwas zu schreiben. Da muss ich mal in Ruhe drüber nachdenken.

Nachthimmel

Veröffentlicht am 7. April 2014 Schreibe einen Kommentar Themen: , , , , ,

15.11.2013

Ich schaue in den Nachthimmel und wundere mich über dich

 

Dunkler Rabe

bei Nachthimmel

verlieren sich

in deinen Augen

die Sterne

zu einem Punkt.

 

Als ob du sie

einsaugst, ihr Wissen,

ihre Weite,

ihr Licht.

Ich schaue dann in den Nachthimmel

und du schaust mir

in die Augen und

ich wundere mich

über dich.

 

Du schaust mir in

die Augen und

ich wundere mich

schon nicht mehr über dich.

Neben mit werden

die Sterne zu Punkten.

 

Als Punkt sehe ich

aus deinen Augen

in den Nachthimmel

und wundere mich nicht.

Nicht über mich und

nicht über dich.

Mein dunkler Rabe.

Mein Nachthimmel, du.

 

 

Wenn das Unmögliche passiert

In einer halben Stunde ist alles erledigt.

Der Rest der Woche ist dann frei.

Der Rest des Lebens irgendwie auch.

Und was passiert dann?

Was passiert dann?

 

Auf der Mauer am Friedhof hüpft ein Rotkehlchen umher.

Es scheut mir direkt in die Augen,

bleibt kurz ruhig

und hüpft dann doch weiter.

Ja, hüpf du nur, du kleines Ding.

Hüpf du nur.

 

Am Himmel lassen sich die Wolken von der

sich verabschiedenden Sonne färben.

Die Sonne bleibt kurz ruhig,

und verabschiedet sich dann weiter.

Ja, schlaf du nur.

Schlaf du nur.

 

Draußen auf der Straße lachen Spätheimkehrer miteinander.

Sie heben ihre Stimmen,

bleiben kurz ruhig,

und verstummen dann ganz in ihre Häuser.

Ja, geht ihr nur.

Geht ihr nur.

 

Wenn dann alles passiert ist, dann ist da nur noch ein übrig

Nur noch ich.

Ich gehe weg, doch ich komme immer mit.

Ich verstecke mich, doch ich finde mich immer wieder.

Ich verkleide mich, doch ich erkenne mich trotzdem.

Geduldig warte ich,

bleibe lange stehen,

und erwarte mich.

 

Ja, warte nur.

Warte nur.