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nächtliches umherwandern

Veröffentlicht am 1. April 2014 Kommentare deaktiviert für nächtliches umherwandern Themen: , , , , , , ,

Manchmal ist mir nicht klar, woher die Worte kommen. Dann entsteht ein Text wie folgender:

(2011)

nächtliches umherwandern in den strömen des weges. an den stellen der obhut finde ich keine steine. finster schauen mich die kleeblätter aus ihren dreivieraugen an und wandern weiter umher. ich ignoriere ihre träume und wander weiter umher. nach den dreivieraugen kommen die stillen tropfen auf den weißen hintergründen. grünvergilbte häme, emporragend in den graubedämpften himmel. auf einmal wird alles klares vertrieben von einer wut an allem. wut an allem, als heilmittel für ein nervöses denken. große schwere züge leiten die fernwehenden herbei. ich verletze ihre regeln und gehöre nicht zu.

taumelnd vor pech drehe ich den lauf herum.

sehe ich etwas? meine einzweiaugen erkennen die linien um die wesen. linien halten die bestandteile zusammen. aus ihnen gibt es kein heraus. innerhalb der linien gibt es das feste, das bestehen, das übrigbleiben. einher gehe ich, über die trittstufen des herrn, der mir verboten hat, sich selbst ein nächster zu sein. nach dem schwallen der türme, nach dem abriss der gegenden der winde, nach den einzelheiten des gebens, nach dem schaffen, nach dem schaffen außerhalb der welt.

wenn alles vergeben ist, wenn die tage ihre formen verlieren und die vorhänge schneller zugezogen werden, danach, und wenn und als und oder und vielleicht. vielleicht haben wir dann die chance, die einuagen. wir einzweiaugen.

Nachruf Janet Spreckels

Veröffentlicht am 24. März 2014 Kommentare deaktiviert für Nachruf Janet Spreckels

Heute möchte ich einen Nachruf einer ehemaligen Kollegin teilen, die mit 38 Jahren, viel zu früh, gestorben ist. Ich habe Janet Spreckels als sehr engagierte und aufgeschlossene Wissenschaftlerin und Frau kennengelernt, die alle um sie herum respektvoll und fair behandelt hat und als eine der jüngsten Professorinnen der Germanistik ein Vorbild für nachfolgende Wissenschaftlerinnen war und ist.

Teilen möchte ich ihren Nachruf, verfasst von meiner früheren Professorin Susanne Günthner.

Nachruf Janet Spreckels

 

Eine von den Guten

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verhalten sehe ich zu dir,

um meine augen vermeiden zu lassen.

 

meine hände imitieren

eine suche

und finden nur einander.

es dauert,

bis ich das begreife.

bis dahin sind meine beine

schon viel zu lange in

ungemütlicher position.

dein mund erlöst mich und

ich lache vor erleichterung.

 

dann verliebe ich mich in dich.

von draußen fliegt ein vogel an die scheibe.

(2011)

Pop-Amok

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Über Richard Alexander Heckert.

Amoklauf der Popkultur. In der Popkultur.
Was soll das denn? Was soll uns das sagen? Was will uns der Künstler damit sagen?
Ist doch egal. Es ist doch egal, was der Künstler damit sagen will. Es ist doch viel wichtiger, dass er erkannt hat, dass es etwas zu sagen gibt. Dass es die Notwendigkeit gibt, was in unserer Gesellschaft existiert, auch auszudrücken, sichtbar zu machen, erfahrbar zu machen. Zum Beispiel die Verworrenheit, die Überflut, das Versinken des Kleinen und Ruhigen im Großen und Lauten, die Superlative von allem.

Superlativismus
Wir sind nicht mehr gut, wir sind am Besten, am Größten, am Tollsten, am Wichtigsten, am Billigsten, am Innovativsten, wir sind die geilste Scheiße von allem. Wie kann das sein? Was ist denn eigentlich los mit unserer Welt, wenn wir keinen Raum mehr für Zeit haben? Würden sich nicht Kant und Einstein theoretisch in ihren Ruhestätten umherwälzen, wenn sie wüssten, dass wir heute ihre untrennbar vereinten Konzepte einfach wieder auseinanderstückeln? Wir haben keine Zeit mehr. Wir erleben sie. Wir erleben alles, immer, überall. Alles wird zum Fest, Feast, Fiesta. In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Ich weiß es nicht. Oder vielleicht nur in Ansätzen. Aber Richard Alexander Heckert weiß es. Oder vielleicht auch nur in Ansätzen, aber diese Ansätze teilt er mit uns. Pop-Amok. Die Gegenthese zum kommerziellen Pop. Der Blick des Künstlers auf uns, die Gesellschaft. Das Auge der Gesellschaft, nicht wahr, Herr Dix? Vielleicht glauben wir, dass wir das nicht verstehen. Aber wir verstehen es doch sehr wohl. Die Kunst verstört uns? Dann haben wir sie verstanden. Wir sind verstörend, verstört. Nicht mit dem ästhetischen Intellekt nehmen wir wahr, sondern mit empathischem Herzen. Wahrnehmen statt sehen. Erleben, aber rudimentärer, existentieller als jedes Festival es sein könnte. Kunst. Das ist unsere Freiheit.

Zuviel. Oder?
Pop-Amok erscheint als Durcheinander, als Chaos, als Überborstendes und Zerberstendes, als Kraft und Energie, die nicht weiß, wohin sie will oder soll. Gefangen in den Dimensionen des Papiers und den Dimensionen der betrachtenden Gedanken. Die Energie ist spürbar, weil sie von uns kommt, weil sie wiedergegeben wird in wilden Farben, in den Details, in den so vielen vielen Details, dass das Auge nicht mehr mitkommt. Die Kunst ist deshalb sozial, mitten in der Gegenwart, aus dem Jetzt, für das Jetzt. Die Kunst ist immer jetzt. Hier. Und auch darüber hinaus. Lokalkolorit? Ja. Doch nicht für immer. Der Verdruss, der Missmut, das Fehlen einer kohärenten Identität, wie sie uns mal nachgesagt wurde. Arbeit. Arbeit. Arbeit. Irgendwie sind die alten Phrasen hier ein Stück länger geblieben. Und dann wurde uns gesagt, wir sollen nun anders sein. Es gibt nämlich keine Arbeit mehr. Aber das ist alles, was wir können. Nein, ihr könnt auch Kultur. Ach so. Das wussten wir halt vorher nicht. Darf ich da auch meinen Helm aufsetzen und meine Lampe mitnehmen?
Es ist müßig. Enttäuscht, dass wir nicht sein dürfen, wie wir wollen, trotzig, dass ich nicht bin, was ich sein kann, weil keiner weiß, was das ist, das Ich. Das Sein.

Ich und Kunst
Also doch wieder die Kunst. Auch wenn viele an ihr vorbeigehen, auch wenn Pop-Amok radikal-sozialexpressionistisch ist und weiterhin Gesichter des Missmuts davor stehen, auch wenn die Kunst als außerhalb wahrgenommen wird, sie ist es nicht. Sie verdient das Selbstbewusstsein zu sagen: Ich bin scheißengeil. Ob mit oder ohne Lokalkolorit. Ich bin so, weil ich da bin, weil ich für euch da bin, weil ich das Auge bin, das ihr braucht oder sucht. Ich bin da.
Ich bin da.

www.heckertart.com

Catman & Robin

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Mein Neffe Artur ist ein sehr neugieriges Kind mit vielen, vielen Geschichten in seinem Kopf und auf der Zunge. Nur eines wollte er mir nicht glauben: dass es Catman wirklich gibt. Batman, ja, den gibt es, denn den hatte er im Fernsehen gesehen. Aber Catman, den hattes es ja noch nie irgendwo gegeben. Also habe ich Catman gezeichnet und sagte: Hier, ein Bild von Catman und Robin, also gibt es die beiden auch. -Das hast doch du gerade selbst gemalt, das ist also eine Erfindung von dir, aber deshalb gibt es Catman eigentlich gar nicht.

-Aber ich konnte ihn doch malen, also muss es ihn doch in der Wirklichkeit geben. Denn ich kann ja nur malen, was es gibt. Und nur, weil du etwa noch nicht gesehen hast, heißt das nicht, dass es das noch nicht gibt. -Hey Catman sieht voll witzig aus! Wie ist seine erste Geschichte?

Mein Neffe ist 8. Da sind die Geschichten manchmal wichtiger als die philosophischen Zusammenhänge. Zum Glück. Mitten im Zeichenprozess kam dann eine große Sorge bei ihm auf: Was sollen wir denn machen, wenn wir damit weltweit berühmt werden? -Nun, vielleicht gehen wir davon erst einmal nicht aus. – Ja gut. Europaweit ist ja auch ok. – ….

And now, we proudly present: A cooperation of Artur Franck (Regisseur) und Amelie Hauptstock (Art Work):

The Adventures of Catman & Robin!

Ach, wenn doch nur.

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Die Worte,

meine, deine, alle

verfingen sich in den Blutkrusten

auf meiner Haut.

Bis zu mir kamen sie gar nicht mehr durch.

Ach wenn doch nur, dachte ich.

Ach wenn doch nur.

Ach wenn du doch nur verstehen würdest.

Wenn du doch nur Verständnis zeigen würdest.

Wenn du mich doch nur festhalten würdest.

Unbedingt. Für immer.

Wenn doch nur.

Ich verstand, dass die Schere mehr zerschnitten hatte

als meine Haut.

Das Kind in mir verstand es nicht.

Es erlebte nur die Abwendung. Die Abweisung.

Leise hallte sein kleines, brechendes Herz

in meiner Tiefe.

Stell dir vor

Veröffentlicht am 13. März 2014 Kommentare deaktiviert für Stell dir vor Themen: , , , ,

Stell dir vor, es passiert etwas.

Es war ein rauer Morgen, der sich lautlos an die letzte Nacht angeschlossen hatte. Es war einer dieser vielen Abende, an denen Dinge zur Sprache kamen, die dem einen nicht schnell genug und der anderen zu schnell geregelt wurden. Es war einer dieser Abende, an denen nicht klar gesagt wurde, was dahinter steckte, an denen niemand verstand, worum es wirklich ging und die Worte wahl- und ziellos durch die Räume geworfen wurden. Manchmal prallten sie an den Möbeln zurück, manchmal trafen sie jemanden. Es war einer dieser Abende, an denen es nie das letzte Wort gab, sondern immer nur das nächste.

Am nächsten Morgen holte sich dann der Alltag die restlichen Gedanken und Ausdrücke. „Bis später“. Ja, vielleicht bis später. Ich weiß es noch nicht.

Später dann stand sie an der Straße, an dem sein Fahrrad gefunden wurde. Sein selbstgebautes, an dem er mit so großer Sorgfalt die Speichen ins Lot gebracht hatte, bis der Reifen wieder rund war, bis die Spannung in jedem einzelnen Stäbchen gleich war. Sein grünes Rad. Als ob es dorthin gehörte, in den Graben neben der Spur.

Sein grünes Rad, das war alles, woran sie dann noch denken konnte, als sie wieder nach Hause fuhr. Nach Hause. Sie fuhr einfach weg von diesem Ort, von dem Rad, von den Speichen, von der Spannung, von dem letzten Ort. Bis später, als wäre es ein Versprechen gewesen, das nicht gehalten wurde.

Sie schrieb: „Sehr gerne wäre ich ein Teil eures Lebens geworden, weil ich ein Teil seines Lebens war und er ein Teil von meinem. Ich habe oft davon geträumt, dass ich mit euch rede und dass wir gemeinsam essen und kochen und Plätzchen backen oder den Wellen auf dem Fluß nachsehen, als ob sie aus der Ferne nicht mehr zurückkommen würden. Zwei Jahre habe ich neben euch gelebt, ohne euch zu kennen, ohne euch jemals zu sehen, ohne eure Wärme spüren zu können. Doch ich bin hier, auch jetzt. Ich war ein Teil, ich bin ein Teil. Ich habe alle Sachen hier, die uns ausmachen, aber ich darf nichts sehen, nichts sagen, nichts beschließen, nichts tun. Ich bin, war die nächste Person in seinem Leben, in seinem Denken, in seinen Räumen. Ich war die Stütze und die Mauer, die Falltür und das Kissen, die Schulter und der Arm, der Mund und der Stock. Ich war hier. Ich bin hier. Wenn ihr mich sucht, ich bin hier. Und empfange euch mit offenen Armen und Herzen, so wie er es in jedem Moment gemacht hat. Wenn ihr ihn sucht, so werdet ihr ihn in mir finden. Ich habe kein Recht dazu, aber ich stelle mir vor, dass ich euch die Brücke zu ihm sein kann. Denn ich bin hier.“

Stell dir vor, es passiert etwas.

Dann bin ich niemand.

 

 

 

 

 

 

 

Angebot der Wirtschaftsförderung

Veröffentlicht am 30. Januar 2014 Kommentare deaktiviert für Angebot der Wirtschaftsförderung Themen: , , , , , , ,

In diesem Jahr kooperiert *hauptwort mit der Wirtschaftsförderung Dortmund und bietet Marketing-Coaching und Einzelberatungen (Expertengespräche) für ExistenzgründerInnen an.

Das Marketing-Coaching findet in Kooperation mit der Graphikerin Stefanie Römling statt, die Einzelberatungen sind etwa 2-stündige Sitzungen zu konkreten Fragestellungen der Positionierung, Darstellung, zur praktischen Vermarktung und zur konzeptionellen Schärfung der Gründungsidee.

Alle weiteren Informationen und Termine (für die Einzelberatungen können individuelle Termine gemacht werden) finden sich in diesem Seminarangebote_2014 der Wirtschaftsförderung Dortmund  oder auf Anfrage über das *hauptwort-Kontaktformular. Die *hauptwort-Angebote finden sich auf den Seiten 21 und 40.

Ich freue mich auf spannende Begegnungen!

*amelie hauptstock

Weibliche Vorbilder – Female role models

Veröffentlicht am 11. Dezember 2013 Kommentare deaktiviert für Weibliche Vorbilder – Female role models Themen: , , , , ,

Vielleicht liegt es an der kategorisch besinnlichen Jahreszeit oder an der endlich durchgesetzten Frauenquote oder an den neuen weiblichen Führungsspitzen oder an den ganzen Internetrecherchen, die ich durchgeführt habe, bei denen ein Thema immer wieder in mein Blickfeld kam: Die Rolle der Frau.

Maybe it is because of this categorically thoughtful time of the year or because of new political decisions to bring more women to pole positions in companies or because of all the internet research I did, there was always this one topic on my mind and on my screen: The role of women.

Altes Thema – altes Leiden?

Zugegeben, kein neues Thema, nein, ein ganz altes. Ich hatte mich eigentlich auch schon damit abgefunden, eine Meinung dazu gebildet zu haben, bis ich mit einer einfachen Frage konfrontiert wurde: Wen würden Sie denn als weibliches Vorbild benennen? Hm. Ich antwortete mit: Was würden Sie denn als starke weibliche Eigenschaft bennen? Hm. Ich habe nicht länger darüber nachgedacht, ich wollte mich eigentlich nicht schon wieder damit beschäftigen, war ich doch eigentlich der Ansicht, dass die Kategorien männlich und weiblich irgendwie veraltet und überholt sind und dass ich das Argument mit der Steinzeit zwar logisch nachvollziehbar, aber aktuellsozial unerträglich finde. Als hochentwickelte Gesellschaft berufen wir uns noch immer auf Instinkte und Gewohnheiten aus den Zeiten des Sammelns und Jagens? Sind wir nicht subtiler als das? Um mich nicht misszuverstehen: Ich widerspreche nicht. Ich kenne mich da auch zu wenig aus, um das bestätigen oder widerlegen zu können. Da ist bestimmt ganz viel Wahres dran. Ich widerspreche nur, wenn es heißt: Wir können ja gar nicht anders. Diese Zeiten sind vorbei. Wir können ja gar nicht anders. Wir können sehr wohl anders. Und wir wollen es auch, wie immer häufiger deutlich wird.

Was eigentlich wollen wir?

Ja, das ist die Frage. Was eigentlich wollen wir? Gleich behandelt werden? Alle Potentiale nutzen? Das klingt doch ganz vernünftig. Doch worin genau liegen eigentlich unsere Potentiale? Wenn ich mir meine Studierenden anschaue, dann erkenne ich in dem Seminarverhalten kaum genderdefinierte Unterschiede. Vielleicht den einen, dass die Studentinnen sich häufiger mitteilen als die Studenten. Das hängt aber eher vom Thema ab denn von einer sozialbiologischen Grundlage. Was nun eigentlich ist eine gute weibliche Eigenschaft? Natürlich können wir Frauen auch kämpfen und klug sein und gebildet und durchsetzungsvermögend und rational und führend. Natürlich. Denn Männer können ja auch einfühlsam und emotional und sozialkompetent und teamorientiert und geistig ernährend sein. Oder?

Was ist die weibliche USP?

Was also sind die wirklichen Vorzüge, die wir, um es mal wirtschaftlich auszudrücken, auch vermarkten können? Ich bin, wie so oft, zufällig über einen interessanten Beitrag eines TED-Talks gestoßen. Eigentlich hatte ich mich gerade mit dem Konzept Hackschooling beschäftigt (dazu bald mehr), als ich über Colin Stokes‘ Beitrag über versteckte Bedeutungen in (Kinder-)Filmen und welche Vorbilder sich daraus ergeben für seine Kinder. Aus seinen Beobachtungen ensteht für ihn ein Wunsch-Vorbild für seine Tochter (und auch für seinen Sohn):
– Making friends with everybody
– Love to share the knowledge to help others reach their potential
– Be a leader

Ich bin mir nicht sicher, ob es dabei um „typisch weibliche“ Eigentschaften geht, aber es sind Werte und Fähigkeiten, die sich in unserer (westlichen) Gesellschaft schon versteckt zeigen. Soziale Gefüge aufbauen, Wissen aneignen und weitergeben (auch im Sinne einer Tradition), die Richtung angeben. Wenn ich nur kurz überlege, dann fallen mir auf Anhieb viele kleine Situationen ein, in denen sich Frauen oftmals unbewusst so verhalten, und vor allem der letzte Punkt: führen, die Richtung angeben, das hat sich, auch bei mir, noch nicht ausreichend verankert. Denn es bedeutet auch Verantwortung für mehr als sich selbst zu übernehmen, wenn ich eine Person, eine Familie, ein Unternehmen, eine Gesellschaft in eine neue, menschliche Richtung führen möchte. Ganz ehrlich: Ich habe das auch nicht gelernt. Ich habe zwar auch nicht gelernt, dass Frausein schlecht ist, aber ich habe gelernt, nicht zu viel zu sein. Nicht zu erfolgreich, nicht zu gut, nicht zu gebildet, nicht zu emotional, nicht zu selbstbewusst, nicht zu visionär, nicht zu kraftvoll, nicht zu laut.
Making friends with everybody, das heißt, absichtslos und ohne Vorbehalte auf fremde Menschen zugehen und neugierig auf sie und ihre Geschichten sein und ihre Potentiale erkennen. Und dann: be a leader. Organisiere die Potentiale. Folge der Vision. Hilf dem Team, wo immer es Hilfe braucht. Erst dann kann das gemeinsame Projekt gelingen.

Worauf warten wir dann also noch?
Wenn wir doch schon wissen, was wir können, nämlich freundlich sein und gütig und anderen zu ihrer Stärke verhelfen (ich weiß nicht, ob das vielleicht auch der Grund ist, warum es so viele Lehrerinnen gibt…die gute Absicht des Teilens und Weiterbringens?), worauf warten wir dann noch mit der Umsetzung? Was wir tun können? Nun, wie wäre es im Kleinen, indem wir neuen, fremden Menschen mit Neugierde statt mit Argwohn begegnen oder indem wir dem Bruder mal zuhören statt ihn anzumeckern oder indem wir auch mal Nein sagen und Nein meinen, indem wir eine Idee teilen. Indem wir aufhören zu kämpfen und anfangen, zu freunden (erstaunlich, dass es hierfür gar kein adäquates Wort gibt, oder?). Und nicht zu vergessen: Auch ihr Männer dürft mitmachen:
„A real man is someone who trusts his sisters and wants to be on their team.“ (Colin Stokes)
Ihr seid also herzlich eingeladen, ein Teil unseres Teams zu werden.

Und weil sich dieser Vortrag von Collin Stokes lohnt, hier das ganze Video:

Neues Projekt: works-for.us

Veröffentlicht am 13. September 2013 Kommentare deaktiviert für Neues Projekt: works-for.us Themen: , , , , , , ,

Es ist ein wenig still geworden mit Neuigkeiten aus dem *Hauptwort Quartier. Das liegt jedoch nicht an Ereignislosigkeit sondern, im Gegenteil, an vielen Ideen, die reifen und bald ihren Weg an die Öffentlichkeit finden werden.

Ein Projekt hat es schon geschafft mit ersten Schritten: gemeinsam mir Dennis Przystow haben wir works-for.us ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um ein interaktives Buch zu dem großen Thema: wie verändert sich unser Leben und vor allem unser Arbeiten in der heutigen Zeit? Welche Alternativen existieren bereits (erfolgreich) zur 9 till 5-Arbeitseinstellung? Welche Gründe sprechen für selbstständige Netzwerke und welche Visionen haben wir dazu?

Die Grundidee hinter dem Projekt: unsere geplante Printveröffentlichung wird live und unter Berücksichtigung von Leserkommentaren geschrieben. Unsere Ideen werden als Blog gesammelt und diskutiert, um dann überarbeitet in das offizielle Kapitel eingebunden zu werden. Begleitet werden unsere Ideen von Interviews mit Fachleuten, Freunden und Bekannten mit für uns interessanten Gedanken, Erfahrungen, Lebenswegen.

Wer sich beteiligen möchte: unter www.works-for.us sind die Anfänge bereits gemacht. Und es wird immer weiter gehen!

Wir informieren regelmäßig über unseren Fortschritt.