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Tag Archives: amelie hauptstock

short form

Veröffentlicht am 24. März 2014 Kommentare deaktiviert für short form Themen: , , , , , ,

 

i woke up with the

thought of

wanting you back.

the tears would not

come. instead,

i took a shower.

 

 

Eine von den Guten

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verhalten sehe ich zu dir,

um meine augen vermeiden zu lassen.

 

meine hände imitieren

eine suche

und finden nur einander.

es dauert,

bis ich das begreife.

bis dahin sind meine beine

schon viel zu lange in

ungemütlicher position.

dein mund erlöst mich und

ich lache vor erleichterung.

 

dann verliebe ich mich in dich.

von draußen fliegt ein vogel an die scheibe.

(2011)

Pop-Amok

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Über Richard Alexander Heckert.

Amoklauf der Popkultur. In der Popkultur.
Was soll das denn? Was soll uns das sagen? Was will uns der Künstler damit sagen?
Ist doch egal. Es ist doch egal, was der Künstler damit sagen will. Es ist doch viel wichtiger, dass er erkannt hat, dass es etwas zu sagen gibt. Dass es die Notwendigkeit gibt, was in unserer Gesellschaft existiert, auch auszudrücken, sichtbar zu machen, erfahrbar zu machen. Zum Beispiel die Verworrenheit, die Überflut, das Versinken des Kleinen und Ruhigen im Großen und Lauten, die Superlative von allem.

Superlativismus
Wir sind nicht mehr gut, wir sind am Besten, am Größten, am Tollsten, am Wichtigsten, am Billigsten, am Innovativsten, wir sind die geilste Scheiße von allem. Wie kann das sein? Was ist denn eigentlich los mit unserer Welt, wenn wir keinen Raum mehr für Zeit haben? Würden sich nicht Kant und Einstein theoretisch in ihren Ruhestätten umherwälzen, wenn sie wüssten, dass wir heute ihre untrennbar vereinten Konzepte einfach wieder auseinanderstückeln? Wir haben keine Zeit mehr. Wir erleben sie. Wir erleben alles, immer, überall. Alles wird zum Fest, Feast, Fiesta. In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Ich weiß es nicht. Oder vielleicht nur in Ansätzen. Aber Richard Alexander Heckert weiß es. Oder vielleicht auch nur in Ansätzen, aber diese Ansätze teilt er mit uns. Pop-Amok. Die Gegenthese zum kommerziellen Pop. Der Blick des Künstlers auf uns, die Gesellschaft. Das Auge der Gesellschaft, nicht wahr, Herr Dix? Vielleicht glauben wir, dass wir das nicht verstehen. Aber wir verstehen es doch sehr wohl. Die Kunst verstört uns? Dann haben wir sie verstanden. Wir sind verstörend, verstört. Nicht mit dem ästhetischen Intellekt nehmen wir wahr, sondern mit empathischem Herzen. Wahrnehmen statt sehen. Erleben, aber rudimentärer, existentieller als jedes Festival es sein könnte. Kunst. Das ist unsere Freiheit.

Zuviel. Oder?
Pop-Amok erscheint als Durcheinander, als Chaos, als Überborstendes und Zerberstendes, als Kraft und Energie, die nicht weiß, wohin sie will oder soll. Gefangen in den Dimensionen des Papiers und den Dimensionen der betrachtenden Gedanken. Die Energie ist spürbar, weil sie von uns kommt, weil sie wiedergegeben wird in wilden Farben, in den Details, in den so vielen vielen Details, dass das Auge nicht mehr mitkommt. Die Kunst ist deshalb sozial, mitten in der Gegenwart, aus dem Jetzt, für das Jetzt. Die Kunst ist immer jetzt. Hier. Und auch darüber hinaus. Lokalkolorit? Ja. Doch nicht für immer. Der Verdruss, der Missmut, das Fehlen einer kohärenten Identität, wie sie uns mal nachgesagt wurde. Arbeit. Arbeit. Arbeit. Irgendwie sind die alten Phrasen hier ein Stück länger geblieben. Und dann wurde uns gesagt, wir sollen nun anders sein. Es gibt nämlich keine Arbeit mehr. Aber das ist alles, was wir können. Nein, ihr könnt auch Kultur. Ach so. Das wussten wir halt vorher nicht. Darf ich da auch meinen Helm aufsetzen und meine Lampe mitnehmen?
Es ist müßig. Enttäuscht, dass wir nicht sein dürfen, wie wir wollen, trotzig, dass ich nicht bin, was ich sein kann, weil keiner weiß, was das ist, das Ich. Das Sein.

Ich und Kunst
Also doch wieder die Kunst. Auch wenn viele an ihr vorbeigehen, auch wenn Pop-Amok radikal-sozialexpressionistisch ist und weiterhin Gesichter des Missmuts davor stehen, auch wenn die Kunst als außerhalb wahrgenommen wird, sie ist es nicht. Sie verdient das Selbstbewusstsein zu sagen: Ich bin scheißengeil. Ob mit oder ohne Lokalkolorit. Ich bin so, weil ich da bin, weil ich für euch da bin, weil ich das Auge bin, das ihr braucht oder sucht. Ich bin da.
Ich bin da.

www.heckertart.com

Catman & Robin

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Mein Neffe Artur ist ein sehr neugieriges Kind mit vielen, vielen Geschichten in seinem Kopf und auf der Zunge. Nur eines wollte er mir nicht glauben: dass es Catman wirklich gibt. Batman, ja, den gibt es, denn den hatte er im Fernsehen gesehen. Aber Catman, den hattes es ja noch nie irgendwo gegeben. Also habe ich Catman gezeichnet und sagte: Hier, ein Bild von Catman und Robin, also gibt es die beiden auch. -Das hast doch du gerade selbst gemalt, das ist also eine Erfindung von dir, aber deshalb gibt es Catman eigentlich gar nicht.

-Aber ich konnte ihn doch malen, also muss es ihn doch in der Wirklichkeit geben. Denn ich kann ja nur malen, was es gibt. Und nur, weil du etwa noch nicht gesehen hast, heißt das nicht, dass es das noch nicht gibt. -Hey Catman sieht voll witzig aus! Wie ist seine erste Geschichte?

Mein Neffe ist 8. Da sind die Geschichten manchmal wichtiger als die philosophischen Zusammenhänge. Zum Glück. Mitten im Zeichenprozess kam dann eine große Sorge bei ihm auf: Was sollen wir denn machen, wenn wir damit weltweit berühmt werden? -Nun, vielleicht gehen wir davon erst einmal nicht aus. – Ja gut. Europaweit ist ja auch ok. – ….

And now, we proudly present: A cooperation of Artur Franck (Regisseur) und Amelie Hauptstock (Art Work):

The Adventures of Catman & Robin!

Ach, wenn doch nur.

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Die Worte,

meine, deine, alle

verfingen sich in den Blutkrusten

auf meiner Haut.

Bis zu mir kamen sie gar nicht mehr durch.

Ach wenn doch nur, dachte ich.

Ach wenn doch nur.

Ach wenn du doch nur verstehen würdest.

Wenn du doch nur Verständnis zeigen würdest.

Wenn du mich doch nur festhalten würdest.

Unbedingt. Für immer.

Wenn doch nur.

Ich verstand, dass die Schere mehr zerschnitten hatte

als meine Haut.

Das Kind in mir verstand es nicht.

Es erlebte nur die Abwendung. Die Abweisung.

Leise hallte sein kleines, brechendes Herz

in meiner Tiefe.

Ein Sommer ohne Fliegen

Veröffentlicht am 13. März 2014 Kommentare deaktiviert für Ein Sommer ohne Fliegen Themen: , , ,

31.01.2014

Was sollte sie darauf antworten? Er hatte ja Recht.

Sie konnte es auch nicht verstehen.

Gerne würde sie ihm sagen: Es ist schon okay so.

Lass mich das nur machen.

Ruh du dich in der Zwischenzeit aus.

 

Sie schaute auf und blickte ihm in seine ewigen Augen.

Weißt du, sagte sie,

ich bin wie ein Sommer ohne Fliegen.

Wie ein Kind ohne Wiese.

Wie ich ohne dich.

 

Er wartete kurz,

schaute,

schob seinen Stuhl langsam zurück,

und ging.

 

 

Stell dir vor

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Stell dir vor, es passiert etwas.

Es war ein rauer Morgen, der sich lautlos an die letzte Nacht angeschlossen hatte. Es war einer dieser vielen Abende, an denen Dinge zur Sprache kamen, die dem einen nicht schnell genug und der anderen zu schnell geregelt wurden. Es war einer dieser Abende, an denen nicht klar gesagt wurde, was dahinter steckte, an denen niemand verstand, worum es wirklich ging und die Worte wahl- und ziellos durch die Räume geworfen wurden. Manchmal prallten sie an den Möbeln zurück, manchmal trafen sie jemanden. Es war einer dieser Abende, an denen es nie das letzte Wort gab, sondern immer nur das nächste.

Am nächsten Morgen holte sich dann der Alltag die restlichen Gedanken und Ausdrücke. „Bis später“. Ja, vielleicht bis später. Ich weiß es noch nicht.

Später dann stand sie an der Straße, an dem sein Fahrrad gefunden wurde. Sein selbstgebautes, an dem er mit so großer Sorgfalt die Speichen ins Lot gebracht hatte, bis der Reifen wieder rund war, bis die Spannung in jedem einzelnen Stäbchen gleich war. Sein grünes Rad. Als ob es dorthin gehörte, in den Graben neben der Spur.

Sein grünes Rad, das war alles, woran sie dann noch denken konnte, als sie wieder nach Hause fuhr. Nach Hause. Sie fuhr einfach weg von diesem Ort, von dem Rad, von den Speichen, von der Spannung, von dem letzten Ort. Bis später, als wäre es ein Versprechen gewesen, das nicht gehalten wurde.

Sie schrieb: „Sehr gerne wäre ich ein Teil eures Lebens geworden, weil ich ein Teil seines Lebens war und er ein Teil von meinem. Ich habe oft davon geträumt, dass ich mit euch rede und dass wir gemeinsam essen und kochen und Plätzchen backen oder den Wellen auf dem Fluß nachsehen, als ob sie aus der Ferne nicht mehr zurückkommen würden. Zwei Jahre habe ich neben euch gelebt, ohne euch zu kennen, ohne euch jemals zu sehen, ohne eure Wärme spüren zu können. Doch ich bin hier, auch jetzt. Ich war ein Teil, ich bin ein Teil. Ich habe alle Sachen hier, die uns ausmachen, aber ich darf nichts sehen, nichts sagen, nichts beschließen, nichts tun. Ich bin, war die nächste Person in seinem Leben, in seinem Denken, in seinen Räumen. Ich war die Stütze und die Mauer, die Falltür und das Kissen, die Schulter und der Arm, der Mund und der Stock. Ich war hier. Ich bin hier. Wenn ihr mich sucht, ich bin hier. Und empfange euch mit offenen Armen und Herzen, so wie er es in jedem Moment gemacht hat. Wenn ihr ihn sucht, so werdet ihr ihn in mir finden. Ich habe kein Recht dazu, aber ich stelle mir vor, dass ich euch die Brücke zu ihm sein kann. Denn ich bin hier.“

Stell dir vor, es passiert etwas.

Dann bin ich niemand.

 

 

 

 

 

 

 

Begegnungen

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Begegnung

Als ich dir das erste Mal begegnet bin,

konnte ich mich am nächsten Tag nicht

mehr an deinen Namen erinnern.

Ganz einfach, hattest du mir

noch gesagt.

Und ich hatte ihn,

ganz einfach,

vergessen.

Er war mir in der Nacht

aus den Ohren gefallen.

 

Wie viele Stunden

ich gesucht habe,

lachend und weinend,

am Telefon,

bis ich endlich

auf die Idee kam,

mich bei dir zu melden.

„Ich habe nun alle möglichen Buchstabenkombinationen ausprobiert, die in die Kategorie „ganz einfach“ fallen. Aber dein Name war nicht dabei. Ich halte deshalb ein persönliches Treffen für notwendig.“

Fast drei Jahre später begegne

ich dir nun jeden Tag

in unserer gemeinsamen Wohnung.

 

Deinen Namen,

den brauche ich

nicht mehr zu vergessen.

 

29.11.2013

freiluftlyrik 2014

Veröffentlicht am 28. Februar 2014 Kommentare deaktiviert für freiluftlyrik 2014 Themen: , , , , ,

Es geht endlich weiter mit der freiluftlyrik! Diesmal war sie in Berlin und Leipzig und Dortmund unterwegs, wie immer mit der Botschaft: Lyrik ist für alle da!

Check it out, yo!

Angebot der Wirtschaftsförderung

Veröffentlicht am 30. Januar 2014 Kommentare deaktiviert für Angebot der Wirtschaftsförderung Themen: , , , , , , ,

In diesem Jahr kooperiert *hauptwort mit der Wirtschaftsförderung Dortmund und bietet Marketing-Coaching und Einzelberatungen (Expertengespräche) für ExistenzgründerInnen an.

Das Marketing-Coaching findet in Kooperation mit der Graphikerin Stefanie Römling statt, die Einzelberatungen sind etwa 2-stündige Sitzungen zu konkreten Fragestellungen der Positionierung, Darstellung, zur praktischen Vermarktung und zur konzeptionellen Schärfung der Gründungsidee.

Alle weiteren Informationen und Termine (für die Einzelberatungen können individuelle Termine gemacht werden) finden sich in diesem Seminarangebote_2014 der Wirtschaftsförderung Dortmund  oder auf Anfrage über das *hauptwort-Kontaktformular. Die *hauptwort-Angebote finden sich auf den Seiten 21 und 40.

Ich freue mich auf spannende Begegnungen!

*amelie hauptstock