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Tag Archives: Sprache

nächtliches umherwandern

Manchmal ist mir nicht klar, woher die Worte kommen. Dann entsteht ein Text wie folgender:

(2011)

nächtliches umherwandern in den strömen des weges. an den stellen der obhut finde ich keine steine. finster schauen mich die kleeblätter aus ihren dreivieraugen an und wandern weiter umher. ich ignoriere ihre träume und wander weiter umher. nach den dreivieraugen kommen die stillen tropfen auf den weißen hintergründen. grünvergilbte häme, emporragend in den graubedämpften himmel. auf einmal wird alles klares vertrieben von einer wut an allem. wut an allem, als heilmittel für ein nervöses denken. große schwere züge leiten die fernwehenden herbei. ich verletze ihre regeln und gehöre nicht zu.

taumelnd vor pech drehe ich den lauf herum.

sehe ich etwas? meine einzweiaugen erkennen die linien um die wesen. linien halten die bestandteile zusammen. aus ihnen gibt es kein heraus. innerhalb der linien gibt es das feste, das bestehen, das übrigbleiben. einher gehe ich, über die trittstufen des herrn, der mir verboten hat, sich selbst ein nächster zu sein. nach dem schwallen der türme, nach dem abriss der gegenden der winde, nach den einzelheiten des gebens, nach dem schaffen, nach dem schaffen außerhalb der welt.

wenn alles vergeben ist, wenn die tage ihre formen verlieren und die vorhänge schneller zugezogen werden, danach, und wenn und als und oder und vielleicht. vielleicht haben wir dann die chance, die einuagen. wir einzweiaugen.

Eine von den Guten

Veröffentlicht am 24. März 2014 Schreibe einen Kommentar Themen: , , , , ,

verhalten sehe ich zu dir,

um meine augen vermeiden zu lassen.

 

meine hände imitieren

eine suche

und finden nur einander.

es dauert,

bis ich das begreife.

bis dahin sind meine beine

schon viel zu lange in

ungemütlicher position.

dein mund erlöst mich und

ich lache vor erleichterung.

 

dann verliebe ich mich in dich.

von draußen fliegt ein vogel an die scheibe.

(2011)

freiluftlyrik 2014

Es geht endlich weiter mit der freiluftlyrik! Diesmal war sie in Berlin und Leipzig und Dortmund unterwegs, wie immer mit der Botschaft: Lyrik ist für alle da!

Check it out, yo!

How words evolve

Seit dem letzten Beitrag ist eine Weile vergangen. Also teile ich sehr gerne einen kurzen Beitrag, einen Impulsvortrag, wie Worte und ihre Bedeutung sich verändern und warum sie das tun, welche Wege sie dafür gehen können/müssen. Ich fand es schon immer faszinieren zu sehen, wie selbst die kleinste Verschiebung der Bedeutung sich im kollektiven Verwendungs- und Bedeutungsgedächtnis wiederfinden lässt und wie unsere Fähigkeit zur Sprache ein tief verwurzeltes soziales System erschafft. Unglaublich, was Sprache alles kann, oder?

http://blog.ted.com

It’s been some time since my last news, so I want to share with you at least a small talk about how words evolve and change. I always found it fascinating how words change and how this change spreads to all speakers of the language. Even the slightest variation in meaning can become part of the common sense. Isn’t that unbelievable? How our social system „language“ works?