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Reflektion zum Adventskalender auf frau *hauptwort

Veröffentlicht am 29. Januar 2015 Schreibe einen Kommentar Themen:

Als Nachtrag, weil das doch noch offen geblieben war für mich, hier nun eine kurze Reflektion über meinen Adventskalender und dir Idee, jeden Tag etwas Gutes zu tun, für mich.

short form

 

i woke up with the

thought of

wanting you back.

the tears would not

come. instead,

i took a shower.

 

 

Im Wind

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Am Strand war es noch schön. Weißt du noch?

Die Wellen begrüßten uns sehnsüchtig und ich trug mein schönstes Lächeln für sie.

Da war es noch schön. Als der Sand unter unseren Schritten geduldig und immer wieder nachgab.

Er hatte ja keine Eile.

Und als die Sonne sich bei uns für den Tag verabschiedete und uns eine gute Nacht wünschte und wir uns sicher waren, dass wie sie wiedersehen würden.

Ja, da war es noch schön.

Wir konnten nicht wissen, wir konnten es nicht wissen, Du konntest es nicht wissen.

Du konntest nicht wissen, dass ich alles zum letzten Mal machte.

Dass ich mich verabschiedete.

Dass ich das Schöne jetzt oft genug gesehen hatte und es mir doch nicht mehr helfen konnte.

Einmal noch wollte ich es versuchen, wollte ich mich darauf einlassen, wollte ich irgendetwas.

Ich wollte für dich einmal sein.

 

Der geduldige Sand.

Die sehnsüchtigen Wellen.

Mein schönstes Lächeln.

Du konntest es nicht wissen.

 

Hättest du dich doch nur getraut, es zu fühlen.

Ein Sommer ohne Fliegen

Veröffentlicht am 13. März 2014 Schreibe einen Kommentar Themen: , , ,

31.01.2014

Was sollte sie darauf antworten? Er hatte ja Recht.

Sie konnte es auch nicht verstehen.

Gerne würde sie ihm sagen: Es ist schon okay so.

Lass mich das nur machen.

Ruh du dich in der Zwischenzeit aus.

 

Sie schaute auf und blickte ihm in seine ewigen Augen.

Weißt du, sagte sie,

ich bin wie ein Sommer ohne Fliegen.

Wie ein Kind ohne Wiese.

Wie ich ohne dich.

 

Er wartete kurz,

schaute,

schob seinen Stuhl langsam zurück,

und ging.

 

 

Begegnungen

Begegnung

Als ich dir das erste Mal begegnet bin,

konnte ich mich am nächsten Tag nicht

mehr an deinen Namen erinnern.

Ganz einfach, hattest du mir

noch gesagt.

Und ich hatte ihn,

ganz einfach,

vergessen.

Er war mir in der Nacht

aus den Ohren gefallen.

 

Wie viele Stunden

ich gesucht habe,

lachend und weinend,

am Telefon,

bis ich endlich

auf die Idee kam,

mich bei dir zu melden.

„Ich habe nun alle möglichen Buchstabenkombinationen ausprobiert, die in die Kategorie „ganz einfach“ fallen. Aber dein Name war nicht dabei. Ich halte deshalb ein persönliches Treffen für notwendig.“

Fast drei Jahre später begegne

ich dir nun jeden Tag

in unserer gemeinsamen Wohnung.

 

Deinen Namen,

den brauche ich

nicht mehr zu vergessen.

 

29.11.2013

freiluftlyrik 2014

Es geht endlich weiter mit der freiluftlyrik! Diesmal war sie in Berlin und Leipzig und Dortmund unterwegs, wie immer mit der Botschaft: Lyrik ist für alle da!

Check it out, yo!

Pop-Amok.

Über Richard Alexander Heckert.

Amoklauf der Popkultur. In der Popkultur.
Was soll das denn? Was soll uns das sagen? Was will uns der Künstler damit sagen?
Ist doch egal. Es ist doch egal, was der Künstler damit sagen will. Es ist doch viel wichtiger, dass er erkannt hat, dass es etwas zu sagen gibt. Dass es die Notwendigkeit gibt, was in unserer Gesellschaft existiert, auch auszudrücken, sichtbar zu machen, erfahrbar zu machen. Zum Beispiel die Verworrenheit, die Überflut, das Versinken des Kleinen und Ruhigen im Großen und Lauten, die Superlative von allem.

Superlativismus
Wir sind nicht mehr gut, wir sind am Besten, am Größten, am Tollsten, am Wichtigsten, am Billigsten, am Innovativsten, wir sind die geilste Scheiße von allem. Wie kann das sein? Was ist denn eigentlich los mit unserer Welt, wenn wir keinen Raum mehr für Zeit haben? Würden sich nicht Kant und Einstein theoretisch in ihren Ruhestätten umherwälzen, wenn sie wüssten, dass wir heute ihre untrennbar vereinten Konzepte einfach wieder auseinanderstückeln? Wir haben keine Zeit mehr. Wir erleben sie. Wir erleben alles, immer, überall. Alles wird zum Fest, Feast, Fiesta. In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Ich weiß es nicht. Oder vielleicht nur in Ansätzen. Aber Richard Alexander Heckert weiß es. Oder vielleicht auch nur in Ansätzen, aber diese Ansätze teilt er mit uns. Pop-Amok. Die Gegenthese zum kommerziellen Pop. Der Blick des Künstlers auf uns, die Gesellschaft. Das Auge der Gesellschaft, nicht wahr, Herr Dix? Vielleicht glauben wir, dass wir das nicht verstehen. Aber wir verstehen es doch sehr wohl. Die Kunst verstört uns? Dann haben wir sie verstanden. Wir sind verstörend, verstört. Nicht mit dem ästhetischen Intellekt nehmen wir wahr, sondern mit empathischem Herzen. Wahrnehmen statt sehen. Erleben, aber rudimentärer, existentieller als jedes Festival es sein könnte. Kunst. Das ist unsere Freiheit.

Zuviel. Oder?
Pop-Amok erscheint als Durcheinander, als Chaos, als Überborstendes und Zerberstendes, als Kraft und Energie, die nicht weiß, wohin sie will oder soll. Gefangen in den Dimensionen des Papiers und den Dimensionen der betrachtenden Gedanken. Die Energie ist spürbar, weil sie von uns kommt, weil sie wiedergegeben wird in wilden Farben, in den Details, in den so vielen vielen Details, dass das Auge nicht mehr mitkommt. Die Kunst ist deshalb sozial, mitten in der Gegenwart, aus dem Jetzt, für das Jetzt. Die Kunst ist immer jetzt. Hier. Und auch darüber hinaus. Lokalkolorit? Ja. Doch nicht für immer. Der Verdruss, der Missmut, das Fehlen einer kohärenten Identität, wie sie uns mal nachgesagt wurde. Arbeit. Arbeit. Arbeit. Irgendwie sind die alten Phrasen hier ein Stück länger geblieben. Und dann wurde uns gesagt, wir sollen nun anders sein. Es gibt nämlich keine Arbeit mehr. Aber das ist alles, was wir können. Nein, ihr könnt auch Kultur. Ach so. Das wussten wir halt vorher nicht. Darf ich da auch meinen Helm aufsetzen und meine Lampe mitnehmen?
Es ist müßig. Enttäuscht, dass wir nicht sein dürfen, wie wir wollen, trotzig, dass ich nicht bin, was ich sein kann, weil keiner weiß, was das ist, das Ich. Das Sein.

Ich und Kunst
Also doch wieder die Kunst. Auch wenn viele an ihr vorbeigehen, auch wenn Pop-Amok radikal-sozialexpressionistisch ist und weiterhin Gesichter des Missmuts davor stehen, auch wenn die Kunst als außerhalb wahrgenommen wird, sie ist es nicht. Sie verdient das Selbstbewusstsein zu sagen: Ich bin scheißengeil. Ob mit oder ohne Lokalkolorit. Ich bin so, weil ich da bin, weil ich für euch da bin, weil ich das Auge bin, das ihr braucht oder sucht. Ich bin da.
Ich bin da.

www.heckertart.com

Zeit

Veröffentlicht am 25. Dezember 2013 Schreibe einen Kommentar Themen: , ,

Weihnachten, das ist, wenn wir morgens zur Oma fahren, um ihren Geburtstag zu feiern. Wenn wir Champagner trinken und Marzipantorte essen. Wenn wir auf dem Rückweg die geschmückten Weihnachtsbäume in und vor den Häusern zählen. Wenn endlich alle da sind, extra für diesen Tag. Wenn wir das Essen zubereiten, den Speck anschmelzen, die Kartoffeln schälen, die Kartoffeln reiben, die Zwiebeln schneiden und in den Speck geben zum Anschwitzen, wenn wir das dann über die geriebenen Kartoffeln gießen und mit Essig, Salz, Pfeffer und ein bißchen warmen Wasser unseren Kartoffelsalat abrunden. Wenn das Malzbier und die Bockwürstchen auf dem Tisch stehen. Wenn danach noch schnell die Geschenke verpackt oder gebastelt werden. Wenn das Christkind mit der Glocke läutet und der Weihnachtsbaum zum ersten Mal erleuchtet ist. Wenn das Geschenkpapier hinter dem Sofa verschwindet. Wenn die Augen glänzen und der Weihnachtsteller rumgereicht wird. Wenn die neuen Bücher gemeinsam gelesen, das Spielzeug gemeinsam aufgebaut, die Fotos gemeinsam angeschaut werden. Wenn die Musik immer leiser wird und das draußen für diesen Abend nicht nach innen dringt. Wenn wir uns zum Dank umarmen. Wenn das Bett ruft und bei jedem ein Lächeln im Gesicht ist.
Dann, ja dann ist Weihnachten.

Christmas is, when we ddrive to Granny to celebrate her birthday. When we drink Champagne and eat loads of marzipane cake. When we count the Christmas trees inside and outside the houses on our way back home. When everybody has arrived, especially for this one day. When we prepare our Christmas meal, peel the potatoes, grate the potatoes, cut the onions and sweat them in the hot oil, when we pour them over the grated potatoes and add vinegar, salt, pepper and a bit of warm water to complete our traditional cold Silesian potatoe salad. When Malt beer and Sausages are waiting on the table. When afterwards presents are hurrily wrapped or handicrafted. When the Christkind rings the Christmas bell and the Christmas tree is illuminated for the very first time. When the wrapping paper disappears behind the couch. When eyes gleam and the Christmas sweets are passed on. When new books are read together, new toys are assembled together, pictures are looked at together. When the music gets more gentle and the outside stays outside, just for this one day. When we hug each other thankfully. When it is bedtime and we all go to bed with a smile.
I guess then it is Christmas.

Fröhliche Weihnachten, and a merry Christmas!
圣诞快乐!
Christmas de mubarak sha!

(N:zama te khwakkha ye.)

Veranstaltungshinweis

Dieses Mal geht es nicht um meine eigene Veranstaltung, sondern um eine Empfehlung:

Zwei heimische Songwriter, die ich sehr für ihre Texte und ihre Hingabe zur Musik schätze, geben morgen ein Doppelkonzert in Essen, im alten Olympia Theater:

 

Tommy Finke Trio und Alex Amsterdam

17.9., 20.15 Uhr, Olympia Theater Essen in der Veranstaltungsreihe „Wilhelm live“.

Das alte Olympia Theater Essen war früher der Treffpunkt der Filmszene; nur zufällig entdeckte der neue Besitzer Andreas Wilhelm die Geschichte und Geschichten des Gebäudes bei der Renovierung. Jetzt soll in den charmvollen Gemäuern der alte Hauch wiederbelebt werden.

Wer Tommy Finke und Alex Amsterdam noch nicht kennt, dem empfehle ich das Reinhören hier und hier.

Ich freue mich schon sehr! Wer möchte, kann sich hier noch genauer informieren, oder mich fragen. Hurra!

ANNA und Holly’s Cat im Café Chokolat

Veröffentlicht am 9. August 2013 Schreibe einen Kommentar

Am 18. September 2013, ab 19 Uhr, unterstützen ANNA ihre lieben Freunde von Holly’s Cat aus dem schönen Münster!

Holly’s Cat besuchen uns mit Ihrem Programm „The songs you love“, einer Mischung aus englischen Chansons, Klassikern der 50er, 60, 70er Jahre in neu adaptiertem Gewand, mit feinem Gesang, mit Ukulele und sanfter Gitarre.

Wir freuen uns sehr!

 

Café Chokolat

Neuer Graben 74

Dortmund