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Wenn das Unmögliche passiert

In einer halben Stunde ist alles erledigt.

Der Rest der Woche ist dann frei.

Der Rest des Lebens irgendwie auch.

Und was passiert dann?

Was passiert dann?

 

Auf der Mauer am Friedhof hüpft ein Rotkehlchen umher.

Es scheut mir direkt in die Augen,

bleibt kurz ruhig

und hüpft dann doch weiter.

Ja, hüpf du nur, du kleines Ding.

Hüpf du nur.

 

Am Himmel lassen sich die Wolken von der

sich verabschiedenden Sonne färben.

Die Sonne bleibt kurz ruhig,

und verabschiedet sich dann weiter.

Ja, schlaf du nur.

Schlaf du nur.

 

Draußen auf der Straße lachen Spätheimkehrer miteinander.

Sie heben ihre Stimmen,

bleiben kurz ruhig,

und verstummen dann ganz in ihre Häuser.

Ja, geht ihr nur.

Geht ihr nur.

 

Wenn dann alles passiert ist, dann ist da nur noch ein übrig

Nur noch ich.

Ich gehe weg, doch ich komme immer mit.

Ich verstecke mich, doch ich finde mich immer wieder.

Ich verkleide mich, doch ich erkenne mich trotzdem.

Geduldig warte ich,

bleibe lange stehen,

und erwarte mich.

 

Ja, warte nur.

Warte nur.

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