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Monthly Archives: April 2014

Nachthimmel

Veröffentlicht am 7. April 2014 Schreibe einen Kommentar Themen: , , , , ,

15.11.2013

Ich schaue in den Nachthimmel und wundere mich über dich

 

Dunkler Rabe

bei Nachthimmel

verlieren sich

in deinen Augen

die Sterne

zu einem Punkt.

 

Als ob du sie

einsaugst, ihr Wissen,

ihre Weite,

ihr Licht.

Ich schaue dann in den Nachthimmel

und du schaust mir

in die Augen und

ich wundere mich

über dich.

 

Du schaust mir in

die Augen und

ich wundere mich

schon nicht mehr über dich.

Neben mit werden

die Sterne zu Punkten.

 

Als Punkt sehe ich

aus deinen Augen

in den Nachthimmel

und wundere mich nicht.

Nicht über mich und

nicht über dich.

Mein dunkler Rabe.

Mein Nachthimmel, du.

 

 

Wenn das Unmögliche passiert

In einer halben Stunde ist alles erledigt.

Der Rest der Woche ist dann frei.

Der Rest des Lebens irgendwie auch.

Und was passiert dann?

Was passiert dann?

 

Auf der Mauer am Friedhof hüpft ein Rotkehlchen umher.

Es scheut mir direkt in die Augen,

bleibt kurz ruhig

und hüpft dann doch weiter.

Ja, hüpf du nur, du kleines Ding.

Hüpf du nur.

 

Am Himmel lassen sich die Wolken von der

sich verabschiedenden Sonne färben.

Die Sonne bleibt kurz ruhig,

und verabschiedet sich dann weiter.

Ja, schlaf du nur.

Schlaf du nur.

 

Draußen auf der Straße lachen Spätheimkehrer miteinander.

Sie heben ihre Stimmen,

bleiben kurz ruhig,

und verstummen dann ganz in ihre Häuser.

Ja, geht ihr nur.

Geht ihr nur.

 

Wenn dann alles passiert ist, dann ist da nur noch ein übrig

Nur noch ich.

Ich gehe weg, doch ich komme immer mit.

Ich verstecke mich, doch ich finde mich immer wieder.

Ich verkleide mich, doch ich erkenne mich trotzdem.

Geduldig warte ich,

bleibe lange stehen,

und erwarte mich.

 

Ja, warte nur.

Warte nur.

nächtliches umherwandern

Manchmal ist mir nicht klar, woher die Worte kommen. Dann entsteht ein Text wie folgender:

(2011)

nächtliches umherwandern in den strömen des weges. an den stellen der obhut finde ich keine steine. finster schauen mich die kleeblätter aus ihren dreivieraugen an und wandern weiter umher. ich ignoriere ihre träume und wander weiter umher. nach den dreivieraugen kommen die stillen tropfen auf den weißen hintergründen. grünvergilbte häme, emporragend in den graubedämpften himmel. auf einmal wird alles klares vertrieben von einer wut an allem. wut an allem, als heilmittel für ein nervöses denken. große schwere züge leiten die fernwehenden herbei. ich verletze ihre regeln und gehöre nicht zu.

taumelnd vor pech drehe ich den lauf herum.

sehe ich etwas? meine einzweiaugen erkennen die linien um die wesen. linien halten die bestandteile zusammen. aus ihnen gibt es kein heraus. innerhalb der linien gibt es das feste, das bestehen, das übrigbleiben. einher gehe ich, über die trittstufen des herrn, der mir verboten hat, sich selbst ein nächster zu sein. nach dem schwallen der türme, nach dem abriss der gegenden der winde, nach den einzelheiten des gebens, nach dem schaffen, nach dem schaffen außerhalb der welt.

wenn alles vergeben ist, wenn die tage ihre formen verlieren und die vorhänge schneller zugezogen werden, danach, und wenn und als und oder und vielleicht. vielleicht haben wir dann die chance, die einuagen. wir einzweiaugen.